Barcode-Etikettierung: Die Grundlagen

Mit der Einführung von Barcodes und automatischer Identifizierung und Datenerfassung (AIDC) erfolgte eine Revolution der Art und Weise, wie wir in jeder Umgebung Bestand identifizieren, nach- und rückverfolgen - und das klinische Labor bildet keine Ausnahme. Barcode-Etiketten können auf so gut wie jede Oberfläche aufgeklebt werden, was die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit beim Katalogisieren von Chemikalien, Exemplaren, Proben und Patienten exponentiell erhöht.

WAS IST EIN BARCODE?

Ein Barcode ist schlicht ein computerlesbares Muster, dass Daten über den Gegenstand enthält, auf dem es haftet. Es kann sich um einen linearen Barcode handeln, bei dem Informationen in einer Reihe paralleler Linien formatiert wird, oder um einen 2D-Code, bei dem ein Raster aus Quadraten, Rechtecken, Punkten oder Sechsecken verwendet wird. Wenn diese Informationen erforderlich sind, können jeweils die Markierungen - und die Lücken zwischen ihnen - von einem Scanner oder Imager „gelesen“ und die Daten an Ihr Computersystem weitergegeben und decodiert werden.

Klinische Versuchs-Booklets mit 2D-Codes

 

WARUM SOLLTE ICH DAUERHAFTE BARCODE-LABELS IN MEINEM LABOR VERWENDEN?

Das Automatisieren Ihrer Verfahren mit Barcode-Etiketten erhöht die Produktivität exponentiell. Es beschleunigt Ihre Datenerfassung und verringert das Fehlerrisiko aus unleserlicher Beschriftung oder einem falschen Erkennen der Daten ungemein.

Im Gegensatz zur Handbeschriftung verbleichen oder verschmieren Barcodes auf den geeigneten Etiketten nicht während anspruchsvoller Laborprozesse - in Wasserbädern, bei Handhabung und Abrieb, bei der Verwendung von Alkoholtupfern und der Aussetzung von Lösungsmitteln. Eine dauerhafte Etikette wird Ihre Daten auch während der langfristigen Gefrierlagerund und im Kühltransport sicher an Objektträgern, Blutentnahmeröhrchen, Mikroröhrchen und ähnlichem haften lassen, wenn viele Etiketten verloren gehen können.

 

WELCHE ART VON BARCODE UND ETIKETTE SOLLTE ICH VERWENDEN?

Als erster Schritt ist zu bedenken, wie viel Platz Sie für eine Etikette haben und wie viele Daten unbedingt auf ihr enthalten sein müssen. Wenn Ihr Träger besonders klein ist (beispielsweise ein Mikroröhrchen oder Zentrifugenröhrchen), sollten Sie vielleicht eine Etikettenkombination „Verschluss und Röhrchen" in Betracht ziehen. Ein 2D-Code am Deckel ermöglicht schnelles Scannen (das Reagenzglas muss nicht aus dem Gestell entnommen werden), während eine größere Etikette an der Seite zusätzliche Informationen enthält.

Besonders beliebt als linearer Labor-Barcode ist Code 128, da in seinem High-Density-Format viele alphanumerische Daten auf relativ kleinem Raum gespeichert werden können. Code 128 wird auch von ISO/IEC 15417:2007 für Labore vorgeschrieben, die diese Standards erfüllen.


Ein Beispiel eines linearen Barcodes - Code 128

 

2D-Barcodes sind ideal bei Platzmangel geeignet, und häufig wird das Daten-Matrix oder QR-Code-Format gewählt - ein Daten-Matrixsymbol kann bis zu 2335 alphanumerische Zeichen enthalten. Allerdings ist für ihre Erfassung ein komplexerer Scanner erforderlich.


Ein 2D-Code mit QR-Code-Symbolen

 

WIE FANGE ICH AN, MEINE PROBEN UND EXEMPLARE MIT BARCODES ZU VERSEHEN?

Wenn Sie bereits Zugang zu Etiketten-Design-Software und einem hochwertigen Thermotransferprinter haben (der für die Dauerhaftigkeit der Barcodes sehr zu empfehlen ist), kann das Drucken vor Ort eine preisgünstige Lösung sein. Allerdings kann es viel Zeit (und Ärger) sparen, den Druck Ihrer Etiketten auszulagern, und Sie müssen nicht in ein Drucksystem investieren, sollte dies noch nicht vorhanden sein. Diese Möglichkeit ist also erwägenswert, und Sie erhalten qualitätsgeprüfte, gebrauchsfertige dauerhafte Etiketten.

 


Mikroröhrchen mit Verschluss- und Röhrchen-Etiketten

 

Vergessen Sie nicht: Klarheit ist der Schlüssel dazu, einen Barcode schnell lesen zu können. Wenn Sie also Ihre Etiketten selbst vor Ort ausdrucken möchten, sollten Sie Folgendes bedenken:

  • Thermotransferdrucken kann im Vergleich zum Laserdrucken größere Dauerhaftigkeit bieten - so lange das Etikettenmaterial und das Druckerband richtig aufeinander abgestimmt sind.
  • Drucken mit mindestens 300 dpi sorgt besonders bei kleinen Größen für gestochen scharfe Barcodes.
  • Niedrigkontrastdrucken oder Lücken im Druck kann die Lesbarkeit Ihres Barcodes beeinträchtigen. Achten Sie darauf, dass Ihr Drucker richtig gewartet wird, um dies zu verhindern.
  • Ziehen Sie in Betracht, ein manuell lesbares Element zu integrieren, falls das Scannen fehlschlägt.

 


Lineare Barcodes auf Objektträgern

 

Barcode-Etiketten sind ausgesprochen nützlich bei der Probeidentifikation, um Ihre Prozesse nützlicher zu gestalten und Ihre wertvollen Daten zu schützen, sowie das Risiko von menschlichen Fehlern zu reduzieren.

Um herauszufinden, wie einfach es ist, auf Barcodieren umzusteigen, oder wie Sie Ihr bereits vorhandenes Barcode-Etikettierungssystem verbessern können, wenden Sie sich an das CILS Label Technology Centre unter +44 (0) 1903 219000, per E-Mail oder füllen Sie ein Kontaktformular aus. Die Etikettierungsexperten helfen Ihnen gerne mit allen Fragen über dauerhafte Etiketten, vorgedruckte Etiketten, Software oder Thermotransferdrucken weiter.